Das Gründungsjahr des Kirchenchors Lauterach ist nicht bekannt, 1873 muss der Chor jedoch bereits existiert haben, denn in diesem Jahr wurde Josef Lang (1846 – 1931), Verfasser einer Dorfchronik, die später von seinem Sohn Ferdinand Lang (1888 – 1948) fortgeführt wurde, Mitglied des Chores.

In den Reihen der Chorleiter befanden sich meist Lehrer oder geistliche Herren. Von 1878 bis 1888, in einer Zeit, in die auch der Bau der neuen Kirche fällt, führte der Lehrer Franz Xaver Halder den Chor.
Seine Nachfolger waren:
Josef Lupfer (von Beruf Gerber) 1889 – 1890
Gebhard Fröweis (Oberlehrer) 1891 – 1901
Gallus Elsäßer (Schulleiter) 1902 – 1912
J. Peter Groß (Pater im St. Josephs-Kloster) 1913 – 1914
Adolph Elsensohn (Kaplan) 1914 – 1918
Johann Lang 1918 – 1926
Josef Märk (Kaplan) 1927 – 1928
Jussel (Lehrer) 1929 – 1931
Ernst Sittenthaler (Kaplan) 1931 – 1934
Johann Lang 1934 – 1948
Ernst Sittenthaler (Kaplan) 1948 - 1956
Alfons Lang (Sohn von Johann Lang) 1957 – 1975

Es existieren genaue Aufzeichnungen unserer Ehrenobfrau Rosmarie Dür, die bis ins Jahr 1878 zurückreichen. Darin sind neben den Namen von Chorleitern, Obmännern und -frauen und Organisten auch Tätigkeitsberichte, Berichte der jährlichen Ausflüge oder Kassaberichte enthalten. Auch eine Vielzahl von Fotos von Ausflügen, Ehrungen oder Feierlichkeiten aus den Anfängen des Lauteracher Kirchenchores sind im Besitz von Rosmarie.








Die Liturgiereform nach dem 2. Vatikanischen Konzil hat inzwischen den Volksgesang zur vorherrschenden Form der gottesdienstlichen Musik erhoben und die sich daraus ergebende „Unterbeschäftigung“ des Chores führt schließlich zur gänzlichen Einstellung des Chorbetriebes im Jahre 1975. Eine Kernmannschaft des Chores findet sich auch weiterhin zur kirchenmusikalischen Gestaltung von Trauergottesdiensten und anderen besonderen Anlässen unter Leitung von Alfons Lang zusammen. 1983 wird die Reorganisation des Chores in Angriff genommen.
Alles ist schon einmal dagewesen … von Rosmarie Dür
Interessantes und Wissenswertes im Vergleich früher und heute.
Neuer Chorleiter

Im Herbst 1983 haben der ehemalige Chorleiter Alfons Lang, Pfarrer Fridl Fitz und einige “alte” Chormitglieder den Plan, einen Neustart des Kirchenchores in Angriff zu nehmen. Sie können den von Innsbruck nach Lauterach übersiedelten Musiklehrer am BORG Lauterach, Prof. Heimo Leiseder, als Chorleiter gewinnen. Auch eine Reihe von neuen Sängerinnen und Sängern können sie zum Mitsingen motivieren.
Unter der fachkundigen Leitung von Heimo kann der Chor, der 14 Männer und 24 Frauen umfasste, jetzt wieder regelmäßig proben.
Die erste Aufführung des wieder gegründeten Chores unter der Leitung von Heimo Leiseder ist die “Missa secunda” von Hans Leo Hassler bei der Christmette 1983.
Die Neugründungsversammlung findet am 18.1.1984 statt. Die Richtlinien - die 8. Fassung - werden von Kurt Kaufmann erarbeitet.
Das erste Foto nach der Neugründung:

von li nach re:
1. Reihe: Ingrid König, Annelies Krenkel, Eva Maria Bilgeri, Hedy Schwarz, Rosmarie Dür, Adelinde Humer
2. Reihe: Wilma Mantsch, Ilse Thoma, Christl Pschorr, Margareta Lang, Maria Vonach, Lotte Pfanner, Herma Wirth
3. Reihe: Hilde Ölz, Herma Meyer, Johann Kaufmann, Jutta Maier, Erna Fink, Andrea Maier, Brunhilde Hammerer, Alfons Lang, Sylvia Friedrich, Kurt Kaufmann, Brunhilde Diem
4. Reihe: Herbert Thoma, Herbert Wirth, Josef Greussing, Alois Germann, Bernhard Dunst, Heimo Leiseder,
Auf dem Foto fehlen: Annelies Pfanner, Ludwig Hinteregger, Herlinde Krenkel , Norbert Dür, Karl Heinz Bilgeri, Peter Zehetner

Erster Obmann des neugegründeten Chores ist Norbert Dür, zur Stellvertreterin wird Rosmarie Dür gewählt.
Eine der ersten Aktionen ist die Ernennung von Alfons Lang zum Ehrenchorleiter.
Während Obmann Norbert Dür dem neu gewählten Ehrenobmann zu dieser besonderen Auszeichnung gratuliert, überreicht ihm seine Stellvertreterin Rosmarie Dür einen Geschenkskorb.
Rosmarie Dür wird zur Obfrau, Norbert Dür zu ihrem Stellvertreter gewählt.
Bei der JHV wird der „Kirchenchor Lauterach“ in „Chorgemeinschaft St. Georg“ umgetauft.


Rosmarie Dür gibt ihre Funktion als Obfrau nach 22 Jahren ab und erhält den Titel "Ehrenobfrau".
Ihre Nachfolgerin als Obfrau, Monika Ballweber, übergibt die Ehrenurkunde an Rosmarie.
Der Pfarrsaal kann die goße Anzahl an Gratulantinnen und Gratulanten kaum fassen.




Im Oktober 2014 beendet Heimo Leiseder nach 30 Jahren seine Chorleitertätigkeit bei der Chorgemeinschaft St. Georg.
Seinen Abschied von der Chorgemeinschaft St. Georg feiert er mit einem Festkonzert in der Pfarrkirche. Zur Aufführung gelangt die Missa Brevis von Jabob de Haan. Mitwirkende sind neben der Chorgemeinschaft St. Georg auch der Kirchenchor Schwarzach, der Operettenchor Vorarlberg und ein Blechbläser-Ensemble der Bürgermusik Lauterach.

Nach diesem letzten Konzert wird Heimo als Chorleiter in einem Festakt im Hofsteigsaal würdig verabschiedet. Obfrau Monika Ballweber übergibt ihm im Namen der Chorgemeinschaft St. Georg die Urkunde für den Ehrenchorleiter.


Im Rahmen der Verabschiedungsfeier von Heimo im Oktober 2014 wird die neue Chorleiterin präsentiert. Es ist Sabine Kranabetter aus Bregenz.
Sabine leitet den Chor 3 Jahre lang.
Eines der Highlights während ihrer Chorleitertätigkeit ist die ORF Aufführung der Windhager Messe beim Patroziniumsfest 2016.


Sabine Kranabetter gibt nach 3 Jahren aus Zeitgründen die Chorleiterfunktion wieder ab.
Bei der JHV im Jänner 2017 wird sie von Pfarrer Ludescher und der Kulturreferentin der Gemeinde Raphaela Berger verabschiedet.
Gleichzeitig wird der mögliche Nachfolger MMag. Stefan Nobis präsentiert.
Nach der ersten Probe entscheiden sich der Chor und Stefan zur gemeinsamen Zusammenarbeit.


Stefan Nobis ist uns bis heute treu geblieben.
Highlights während seiner Chorleitertätigkeit sind der gemeinsame Auftritt unseres Chores mit dem Männerchor Lauterach, dem Frauenchor Hofsteig und der Bürgermusik Lauterach bei der Wiedereröffnung unserer Kirche im Dezember 2019 und das Konzert mit dem Tenor Zurab Zurabishvili und der Pianistin Cristina Stefanon, seiner Partnerin, im Oktober 2021.
