... aus der Broschüre von Elmar Kolb und Pfarrer Werner Ludescher
Nach Fertigstellung der neuen Kirche im Jahre 1883 wurde im Sommer die Orgel von Anton Behmannn, Schwarzach, aufgestellt.
1913 wurde sie zum ersten Mal repariert und auf pneumatisch, drei Jahre später aber auf elektrisch umgestellt, da das Treten sehr anstrengend war.
Während des 1. Weltkrieges (1917) wurden die Orgelpfeifen vom Staat für Kriegszwecke beschlagnahmt, weil sie aus Zinn waren. Sie wurden nach dem Krieg durch Pfeifen aus Zinkblech ersetzt, die aber den Dienst genauso gut machten wie die abgelieferten.
In der Zeit zwischen 1984 – 86 wurde die Orgel von der Firma Jehmlich aus Leutkirch um ca. 40.000 € repariert. Eine Neuanschaffung scheiterte an zu hohen Kosten.

Renovierung im Jahre 2021
Anlässlich der Kirchenrenovierung 2018/19 wurde vom Musikreferat der Diözese Feldkirch auch die Orgel auf ihre Qualität und eventuell notwendige Reparaturen geprüft.
Es stand bald fest, dass die Orgel nicht einfach so ein wenig renoviert werden kann, sondern eine umfassende Restaurierung notwendig war.
Dass eine Restaurierung mit einer Investition von rund 250 000 € einer längerfristigen Planung bedurfte, war bald klar. Wie bei der Kirchenrenovierung hat sich auch bei der Orgelrenovierung Altbürgermeister Elmar Kolb der Sache angenommen und die Generalsanierung der Orgel in die Wege geleitet.

Projektleiter Timo Allgäuer und Elmar Kolb hatten es sich zum Ziel gesetzt, die denkmalgeschützte Orgel in den Originalzustand von 1883 zurückzuversetzen und wieder so erklingen zu lassen, wie sie damals klang. Ebenfalls sollte die Orgel wieder ins Zentrum gerückt werden. Die Firma Orgelbau Rieger aus Schwarzach konnte punktgenau zu Weihnachten 2021 die Restauration abschließen.


Bei der Mette im Jahre 2021 übernahm die Chorgemeinschaft St. Georg die musikalische Begleitung. Pianistin Cristina Stefanon, die den Chor begleitete, spielte zum ersten Mal auf der neu restaurierten Orgel. Damit war genau zwei Jahre nach der Renovierung der Kirche auch die Orgel wieder wie neu und erklang so frisch wie vor 140 Jahren.
