Himmelhochjauchzend — zu Tode betrübt ...

Die Chorgemeinschaft St. Georg, der Gastchor "Provobis" aus Hallein, ein international besetztes Solistenquartett und das Orchester St. Georg u.a. mit Musikerinnen und Musikern der Bürgermusik Lauterach zeigten ein abwechslungsreiches anspruchsvolles Programm mit kostbaren Juwelen der geistlichen Weltliteratur.

Unser Programm

Unsere Solisten

Sabine Winter stammt aus dem Kleinwalsertal und lebt in Feldkirch. Sie studierte in München die Hauptfächer Gesang und Querflöte und schloss beide mit dem Hochschuldiplom ab. Sie übernahm bereits Solopartien in zahlreichen großen sakralen Werken, aber auch Rollen als Opernsängerin: in Madame Butterfly bei den Bregenzer Festspielen wird sie in der kommenden Saison wieder als Kate Pinkerton zu hören sein. Auch im Metier des Musicals fühlt sich die vielseitige Sopranistin zu Hause: Derzeit läuft Kiss me Kate in Vaduz, dort tritt sie als Katherine bzw. als Lilli Vanessi auf. In zeitgenössischer Musik sammelte sie als „Mutter“ in Pollicino, einer Oper von Hans Werner Henze, wertvolle Erfahrungen. Auch in der Barock-Oper konnte, nämlich als Cleopatra in Händels Giulio Cesare, konnte sie reüssieren.
Sie erhielt den Musikförderpreis der Raiffeisenbank, ist Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes München und Preisträgerin des Bruno-Frey Musikpreises.
Foto: Shirley Suarez

Die Salzburgerin Maren Engelhard studierte am Mozarteum Salzburg und an der Wiener Musikuniversität. 2009 debütierte sie als Medoro in Händels „Orlando“ am Staatstheater Kassel und ist seitdem Ensemblemitglied. Als Frugola in Puccinis Il Tabarro debütierte sie im Sommer 2021 an der Bayerischen Staatsoper in München. 2021 führte sie die Partie der Waltraute in Die Walküre an die Oper Leipzig. Ihr Repertoire umfasst Rollen aus 50 verschiedenen Opern. Dabei reicht die Bandbreite von diversen Händel- und Mozart-Opern über die Maddalena in Verdis Rigoletto bis zum Octavian im Rosenkavalier von Richard Strauss oder zur Margret im Wozzek von Alban Berg.
2013 erhielt Sie den Volksbühnen-Preis für besondere Leistungen am Staatstheater Kassel, 2019 wurde sie mit dem Irma-Jansa-Gesangspreis ausgezeichnet. Liederabende gab Sie u.a. im Wiener Konzerthaus sowie im Wiener Musikverein.

Der Georgier Zurab Zurabishvili studierte am Mozarteum in Salzburg und erhielt im Juni 2002 das Diplom mit Auszeichnung. Seit 2013 – nach seinen Engagements in Augsburg, Darmstadt und Essen – ist er freischaffend tätig. Gastspiele führten ihn seither nach Athen, Antwerpen, Berlin, Bonn, Chemnitz, Kopenhagen, Graz, Mannheim, München, Zürich und viele andere Städte. Zuletzt feierte er einen Riesenerfolg in Kassel als Don Alvaro in Verdis Macht des Schicksals. Mit einem großartigen Liederabend begeisterte er bereits im Oktober 2021 das Lauteracher Publikum.
2003 Preisträger des österreichischen Würdigungspreises.
2005 zweifacher Preisträger des 11. Internationalen Gesangswettbewerbs „Ferruccio Tagliavini“.

Der georgische Bass Shavleg Armasi studierte Gesang in seiner Heimatstadt Tbilissi sowie an der Kunstuniversität Graz. Schon während des Studiums war er Solist an der Staatlichen Oper Tbilissi und wurde anschließend Ensemblemitglied des Opernhauses Graz. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, wo er u. a. die Partien Mefistofele (Boitos Mefistofele), Figaro (Die Hochzeit des Figaro), Osmin (Die Entführung aus dem Serail) und Fasolt (Das Rheingold) sang.
Sein letztes Theaterdebüt gab Shavleg Armasi im Jahr 2023 am New National Theater Tokio und an der Komischen Oper Berlin. In der Spielzeit 2023/24 ist Shavleg Armasi in Hannover in den Neuproduktionen von Wagners Parsifal als Gurnemanz und in Verdis Messa da Requiem zu erleben.
Foto Thilo Nass
Unser Thema

Missa Solemnis (KV 337) von W.A. Mozart
Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt… Diese emotionalen Gegenpole durchdrangen nicht nur das Leben und den persönlichen Charakter von Wolfgang Amadeus Mozart, sondern auch sein Werk. Insbesondere in der Missa solemnis haben sich diese Gefühlsgegensätze musikalisch niedergeschlagen: Ein zutiefst besinnliches Kyrie, das in seiner musikalischen Anlage bereits eine Ausschau auf das Requiem bietet – dann ein fulminantes Gloria, ein Temperamentsausbruch, ein loderndes Feuer an Lebensfreude! So zieht sich das weiter – durchs gesamte Werk. An manchen Stellen lässt Mozart das sakrale Werk zur Oper werden. Der Dona-nobis-pacem-Ruf könnte auch im Finale einer seiner Opern erklingen. Dann wieder – im Gegensatz dazu – Momente, die durchdrungen sind von innigster Spiritualität und Mystik, eine intime Verbindung zu Gott herstellen, zum Metaphysischen, Überirdischen, Unfassbaren. Hinzu kommen noch lautmalerische Effekte, die sehr bildhaft – und wieder ganz weltlich – die Lebensgeschichte Jesu erzählen.

Weitere Programmpunkte:
In das Thema „Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt…“ fügen sich auch die weiteren Programmpunkte ein: ein Duett zwischen einem Kardinal und einem Juden aus der Oper La Juive von Froméntal Halévy, dem großen Meister der Pariser Grand Opera.
Ein Gemälde aus Licht und Schatten liefert das Offertorio aus dem Requiem von Giuseppe Verdi, hier kann sich das hochkarätig besetzte Solistenensemble richtig entfalten.
Weitere Werke von Claude Debussy, Ola Gjeilo, Tomas Tillis, Giacomo Puccini und Felix Mendelssohn-Bartholdy sind zu hören.

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